Integrierte Geschäftsprozesse mit Business Software

Integrierte Geschäftsprozesse mit Business Software

von: Petra Schubert, Ralf Wölfle

Carl Hanser Fachbuchverlag, 2006

ISBN: 9783446408920 , 289 Seiten

Format: PDF, OL

Kopierschutz: DRM

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Preis: 19,99 EUR

  • Foundations of Location Analysis
    Decision Theory and Choices: a Complexity Approach
    Sports Data Mining
    Energy Efficiency - Real Time Energy Infrastructure Investment and Risk Management
    Decision Making Under Uncertainty in Electricity Markets
    Planning Production and Inventories in the Extended Enterprise - A State of the Art Handbook, Volume 1
  • A Long View of Research and Practice in Operations Research and Management Science - The Past and the Future
    Trends in Multiple Criteria Decision Analysis
    Understanding Economic Growth - Modern Theory and Experience
    Capital, Accumulation, and Money - An Integration of Capital, Growth, and Monetary Theory
    Advances in Entrepreneurial Finance - With Applications from Behavioral Finance and Economics

     

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Integrierte Geschäftsprozesse mit Business Software


 

8 Supply Chain Management in der Lebensmittelbranche (S. 73-74)

Werner Lüthy

8.1 Einleitung

Die Margen im Handel sind unter Druck. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an die ganze Lieferkette. Stets frische Produkte, bedarfsgerechte Lieferung, Chargenrückverfolgung: all das stellt hohe Ansprüche an die Logistikprozesse. Wie diese erfüllt werden können, zeigt dieses Kapitel, in dem drei Lebensmittelhersteller ihre Lösungen vorstellen.

Die den Lösungen zugrunde liegenden Konzepte sind Supply Chain Management (SCM) sowie E-Business, hier ausschliesslich Business-to-Business (B2B). Beide Konzepte sind breitenwirksam in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt geworden und haben sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung und den Entwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) verbreitet.

Supply Chain Management
Die Globalisierung der Märkte bewirkt einen verstärkten Wettbewerb. Die Unternehmen konzentrieren sich auf ihre Kernkompetenzen. Um dennoch den Kunden die gewünschten Leistungen erbringen zu können werden ganze Lieferketten und Liefernetzwerke gebildet (Supply Chains und Supply Nets). Wie bei einer mechanischen Kette ist die Lieferkette nur so stark und leistungsfähig wie das schwächste Glied. Im Gegensatz zur mechanischen Kette kämpfen die Lieferketten aber mit dauernd sich ändernden Bedingungen: sich verändernde Kundenwünsche, neue Produkte, ungeplante Lieferengpässe, variable Transportzeiten, -kapazitäten und -kosten, neue Geschäftsprozesse und Technologien.

Supply Chain Management (SCM) hat den Anspruch, mehrstufige Wertschöpfungsnetze als Ganzes zu optimieren. Dabei werden drei Hauptziele verfolgt:

1. Erfüllung der Kundenanforderungen, primär Verfügbarkeit der benötigten Waren in der richtigen Qualität zum richtigen Zeitpunkt

2. Minimale Gesamtkosten der Leistungserbringung bis zum Kunden

3. Beherrschte Risiken

Viele Aspekte spielen im SCM eine Rolle: die Strategien der beteiligten Unternehmen, die Gestaltung der Wertschöpfungsnetze, die Planung, Koordination und Überwachung der Leistungserbringung, die Kooperationskulturen und Machtverhältnisse sowie der ICT-Einsatz, um die wichtigsten zu nennen. Ziel des SCM ist die Schaffung einer Win-Win-Konstellation aller Beteiligten zu Gunsten ihrer Kunden und ihrer eigenen Stakeholder in einem dynamischen Umfeld: die Supply Chain als Ganzes muss auf den Markt und die einzelnen Unternehmen auf die Supply Chain ausgerichtet werden. Dabei sind auch Interessenskonflikte zwischen den Unternehmen auszubalancieren (vgl. Abb. 8.1).