Hirnströme - Eine Kulturgeschichte der Elektroenzephalographie

von: Cornelius Borck

Wallstein Verlag, 2013

ISBN: 9783835320741 , 384 Seiten

Format: PDF

Kopierschutz: frei

Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's

Preis: 26,99 EUR

  • Nachhaltige Investments - Eine empirisch-vergleichende Analyse der Performance ethisch-nachhaltiger Investmentfonds in Europa
    Kunst im Unternehmen - Ein Mehrwert in Zeiten des Wandels
    Asset-backed Securitization and the Financial Crisis - The Product and Market Functions of Asset-backed Securitization - Retrospect and Prospect
    Global Governance as Business Strategy - The Case of Gazprom
    Alternative Investments - Existing and expected legal framework for the operations of hedge funds in European and German law
    Anforderungen an das Investitionscontrolling unter Berücksichtigung von Unternehmenswerten - Kritik ausgewählter Ansätze der wertorientierten Unternehmensführung
  • Distributionspolitik in der mittelständischen Metallindustrie - Ableitung einer Methode zur Wahl des wirtschaftlichsten Distributionskanals
    Fusion oder Verwaltungskooperation zur Effizienzsteigerung der öffentlichen Hand zu gegenseitigem Nutzen - Eine Analyse am Beispiel des Amtes Bad Bramstedt Land und der Stadt Bad Bramstedt
    Corporate Responsibility im Trend - Eine explorative Untersuchung
    Innovationsprojekte und Heterogene Teams - Erfolgsfaktoren interdisziplinärer Zusammenarbeit
    Dynamische Tourenplanung - Übersicht und Stand der Forschung
    Kraftstoffkonsum und CO2-Ausstoß auf Amerikas Straßen - Wirtschaftspolitische Möglichkeiten zur Kraftstoffreduktion im amerikanischen Transportsektor
 

Mehr zum Inhalt

Hirnströme - Eine Kulturgeschichte der Elektroenzephalographie


 

Die Visualisierung von Gehirnprozessen hat in der Geschichte der Hirnforschung regelmäßig große Erwartungen geweckt. Cornelius Borck stellt mit der Registrierung elektrischer Hirnströme eine Aufzeichnungstechnik ins Zentrum seiner Untersuchung, mit der sich seinerzeit die Hoffnung verknüpfte, das Gehirn in seiner eigenen Sprache schreiben zu lassen und so seine Funktionsweise lesbar zu machen. Er verfolgt die vielfach widersprüchlichen Deutungen zur Elektroenzephalographie von den Versuchen des deutschen Psychiaters Hans Berger und seiner Veröffentlichung eines menschlichen EEG im Jahr 1929 bis zu ihrer internationalen Ausbreitung und Konsolidierung als klinische Diagnosemethode in der Mitte des 20sten Jahrhunderts. Borcks These lautet, daß die Schrift des Gehirns in lokalen Forschungskulturen je spezifische Konturen annahm, aus deren Widerstreit ein neues wissenschaftliches Objekt, das elektrische Gehirn hervortrat. Wenn sich in Borcks Analyse Differenzen und Divergenzen in der Hirnforschung als Effekte lokaler Interaktionen verschiedener Akteure erschließen, liefert er damit zugleich einen Beleg für die kulturelle Formbarkeit des Gehirns. Das elektrische Gehirn ist in einem historisch präzisierbaren Sinne erst das Produkt seiner elektrotechnischen Erforschung. Das Wissen vom Gehirn und Theorien über dessen Funktionieren sind von den Maschinen geprägt, denen sich dieses Wissen verdankt. Es stellt sich deshalb vielmehr die Frage, was sich eigentlich darin manifestiert, daß sich die erhobenen EEG-Befunde immer wieder den vorgelegten Theorien und Deutungen entzogen.

Cornelius Borck ist Associate Professor for Philosophy and Language of Medicine an der McGill University in Montreal. Nach einem Medizin- und Philosophiestudium arbeitete er in der experimentellen Neurowissenschaft in London, am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung der Universität Bielefeld und am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Von 2002 bis 2004 war er Leiter einer Forschungsgruppe in der Fakultät Medien der Bauhaus Universität Weimar. Er ist Herausgeber von 'Anatomien medizinischen Wissens' (1996), 'Psychographien' (2005), 'Georges Canguilhem - Maß und Eigensinn' (2005).