Mit Migrationshintergrund auf dem Weg zum Bildungs(miss)erfolg - Welche Hindernisse und Unterstützungsmechanismen machen Bildungsaufstiege aus Makro-, Meso- und Mikroanalytischer Ebene (un)möglich?

von: Nojin Malla Mirza

GRIN Verlag , 2018

ISBN: 9783668805552 , 30 Seiten

Format: PDF

Kopierschutz: frei

Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's

Preis: 12,99 EUR

Mehr zum Inhalt

Mit Migrationshintergrund auf dem Weg zum Bildungs(miss)erfolg - Welche Hindernisse und Unterstützungsmechanismen machen Bildungsaufstiege aus Makro-, Meso- und Mikroanalytischer Ebene (un)möglich?


 

Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Sozialwissenschaften allgemein, Note: 1,0, Fachhochschule Bielefeld, Sprache: Deutsch, Abstract: Zu den wichtigsten bildungspolitischen Zielen demokratischer Gesellschaften gehört es, allen Heranwachsenden gleich gute Bildungschancen zu geben, sie individuell optimal zu fördern und gleichzeitig soziale, ethnische und kulturelle Disparitäten der Bildungsbeteiligung und des Bildungserfolgs auszugleichen. Wie die empirische Bildungsforschung, zuletzt öffentlichkeitswirksam die internationalen Leistungsstudien, durch die statistisch enge Verknüpfung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg belegt hat, ist das deutsche Bildungssystem derzeit noch weit vom Ziel der Realisierung von Chancengerechtigkeit entfernt. Vor allem die international vergleichende PISA-Studie hat wiederholt die mangelnde Chancengleichheit des deutschen Bildungssystems sichtbar gemacht. In den Sozialwissenschaften gibt es divergente Ansichten und Erklärungsversuche für diesen komplexen Zusammenhang. Einer davon geht davon aus, dass die Ursachen für Bildungsungleichheit oder Chancenungleichheit zusammenhängend in der Makro-, Meso- oder Mikroebene liegen. Das Bildungssystem ist aus sozialpolitischer Sicht auf Bildungsbenachteiligung vorprogrammiert und schränkt mögliche Bildungserfolg von Migrantenkinder ein (Makroebene). Zum einen bestehen auch institutionelle Mechanismen (Mesoebene), die sich nachteilig auf den Bildungserfolg von Migrantenkindern auswirken können. Zum anderen existiert eine herkunftsbedingte Form der Selbstdiskriminierung durch das Erziehungsverhalten, durch die Bildungsentscheidungen in den Familien und durch eigene Migrationsspezifische Merkmale (Mikroebene). Dieser Erklärungsversuch wird als Bearbeitungsgrundlage der Fragestellung übernommen. Diese drei Ebenen werden kritisch unter dem Aspekt der Chancenungleichheitsreproduktion gegenüber Migrantenkinder analysiert. Nachdem die mit dem Migrationshintergrund einhergehenden Benachteiligungen auf dem Weg zum Bildungs(miss)erfolg ausgearbeitet wurden, folgen Strategien und Bewältigungsmuster von den BildungsaufsteigerInnen. Hierbei wird ein besonderer Fokus auf die individuelle Umgangsweise mit den Einschränkungen gelegt, die einen Aufstieg ermöglichen.